System-Anomalie

... running around my brain ...

Die paralysierte Gesellschaft

Die Welt gerät aus den Fugen. Egal, ob es sich um die konkrete Bedrohung der Klimaveränderungen handelt oder autokratische Regierungen die Oberhand gewinnen. Der Mensch scheint nicht mehr in der Lage zu sein, ein System, das er selbst geschaffen hat zu bändigen, zu kontrollieren oder es in Ordnung zu halten.

Ich schrieb in der Vergangenheit sehr häufig in einer empörten Weise, teilweise anklagend, zumindest wütend, warum sich die Menschen soviele Dinge gefallen lassen, warum sie nicht bereit sind bis in die letzte Konsequenz ihre Freiheit, ihre Grundrechte zu verteidigen, sondern sich bewusst falschen, inhumanen, destruktiven, ausbeuterischen Konzepten, Systemen, Regierungen unterordnen. Vielleicht komme ich an dieser Stelle auch nicht weiter, vielleicht kommen “wir” an da nicht weiter, wenn wir nicht verstehen, warum wir so sind, warum wir so handeln.

Ich erinnerte mich an Autoren, an Denker, an Philosophen welche ihrerseits Analytiker, Psychologen waren (oder sind) und diese Zusammenhänge, deren Ursachen schon einmal erforscht und schriftlich fixiert haben. Und einige von ihnen sind genau für mein Vorhaben – den ganzen Mist begreifen, ausdrücken zu wollen und vielleicht meinen konstruktiven Teil für das Kollegtivbewusstsein zu leisten – eben wertvoll. Und aktuell fiel mir dazu dann Erich Fromm ein.

Ich bin davon überzeugt, es genügt nicht, Menschen in Ämter zu wählen, über die wir nichts wissen außer ihren Versprechen und zurechtgeschüttelten Biographien oder nach Regelungen und Gesetzen zu rufen, die lediglich polarisieren, da sie nur auf Symptome ausgerichtet sind, die jeder Mensch anders wahrnimmt, wertvolle Energie binden und eben nicht ursächlich das Kernproblem behandeln. Es genügt nicht Maßnahmen zu fordern, zu denen wir im wesentlichen gar nicht bereit sind, sie umzusetzen. Dies nennt man blinden Aktionismus. Es sind Vermeidungsstrategien, das Schleichen der Katze um den heißen Brei.

Um zur Lösung, zumindest zunächst zu einem Verständnis zu kommen, uns zur Ruhe und Besonnenheit zu ermahnen um effektiv die nächsten Schritte zu planen, sollten wir vielleicht auch den Ist-Zustand der Gesellschaft mit einbeziehen. Nicht deren Wunschvorstellung in der “besseren Welt”, sondern mit was wir es zu tun haben.

Dieser bunte Haufen Menschen, der sich sozialisiert, der sich auflehnt, diese vielen von einander getrennten Generationen und Kulturen. Und genau deswegen mag ich Erich Fromm. In seinen Analysen zu Gesellschaft und deren Zwängen, dem Einzelnen mit seinen Prägungen und natürlich das Geschäft von Politik und Adel komme zumindest ich selbst zu einem recht umfassenden Wimmelbild, um wenigstens zunächst im “Jetzt” anzukommen.

Anfang Dezember war ich mal wieder auf Stöbertour durch Antiquariate – online und offline. Fest entschlossen meine Sammlung von Erich Fromm wieder zu vervollständigen. Ich wurde fündig und konnte mit den Werken “Furcht vor der Freiheit“, “Haben oder Sein“, “Psychoanalyse und Ethik“, “Anatomie der menschlichen Destruktivität“, “Die Revolution der Hoffnung” und “Ihr werdet sein wie Gott” mich auf meine Leseabende vorbereiten.

Wer ist Erich Fromm – bzw. was liegt mir an ihm?

Ich persönlich halte in der Regel nichts von einem sogenannten Personenkult. Eigentlich finde ich das eher abschreckend. Doch damit bin ich wohl eher ein Außenseiter, doch sei es drum. Fromm ist für mich in seiner Art & Weise sehr sympathisch. Kritisch, sogar penibel kritisch zu sein und dennoch freundlich bzw. konstruktiv im Schreibstil, das gefällt mir außerordentlich gut. Dies finde ich in vielen seiner Veröffentlichungen.

In dem Buch “Furcht vor der Freiheit” zeigt Fromm die Zwänge der Gesellschaft auf. Begonnen im 15. Jahrundert bis ins “heute” (verfasst 1947 bezogen auf die Zeit des Faschismus, in der deutlich wurde, für die Freiheit einzutreten nicht nur Sprichwörtlich “das Leben kostet”). Er geht der Frage nach, warum sich autokratische Regierungssysteme wiederholen und was das mit der Gesellschaft als solches zu tun hat.

Dies wird in mehreren verschiedenen Analysezielen fixiert: Was ist Freiheit bzw. was bedeutet Unfreiheit und welche (unterschiedlichen) Konsequenzen zieht der Einzelne daraus; Wie wirkt sich das auf seine Entwicklung aus; Welche Rolle spielt die Individualität und der Narzismus darin; Ab wann wird dem Einzelnen die Freiheit langweilig und wie kommt es zum Zerstörungstrieb; Der Einzelne zwischen Autoritäten und Individualismus; Betrachtungen auf verschiedene Epochen: Mittelalter, Renaissance und Reformation; Wandel zur Demokratie.

Alleine dieses Buch ist für mich eine Quelle um zu erkennen, das “leider” viele meiner Wünsche an die Gesellschaft schlicht nicht erreichbar sind. Ich kann mir also bei bestimmten Forderungen die Mühe sparen und sie anders einsetzen. Dies bedeutet nicht, diesen Wünschen keine Beachtung mehr zu schenken, sondern lediglich meine Richtung zur Lösungssuche anzupassen, um (wieder) in die Handlung zu kommen.

In “Die Revolution der Hoffnung” geht Fromm auf die Umstände der technisierten Welt ein. Wie in anderen Büchern schon thematisiert auch die Doppelmoral des Einzelnen, in der das Individuum als Mittäter an den Katastrophen und dem Werteverfall mitverantwortlich ist, jedoch scheinbar unfähig diesem System zu entrinnen.

Das Herumreichen des “Schwarzen Peter’s“, der Verantwortung und mögliche Hintergründe unserer Patt-Situation in “Fortschritt” und “Entwicklung” durch die Sackgasse der maximierten Wirtschaftsideologie ist hier Kernbestandteil des Buches.

Was hat Fromm mit dem Beitragstitel zu tun?

Ich sprach mit einer Menge Menschen schon über Fromm und was es bei ihnen ausgelöst hat, womit sie durch ihn inspiriert wurden. Bisher war niemand dabei, dem die Texte zu schwer waren. Vielfach sogar, dass seine Werke in die Schulen gehörten, wenn es um Sachkunde, Politik und Philosophie ginge. Denn er kann auf einfache Weise ein recht umfassendes Grundwissen vermitteln, nachvollziehbar und dennoch Raum lassen für eigene fortführenden Gedanken. Ethik – nicht in strafender, Moralindex vorhaltenden Weise sondern nachvollziehbar, mit logischen Folgerungen in Konsequenzen für alle Beteiligten einer Handlung bzw. Situation.

Und immer wieder geht es eben um die Interaktionen und Verflechtung, zwischen dem Einzelnen, der Gesellschaft, in Abhängigkeit zur jeweiligen Ära, geografischen Lage, politischem Kontext, Kultur und jeweils lokale Glaubensausrichtung und das die Gesellschaft eben aus ganz vielen “Einzelnen” besteht, die in ihrer Vielfalt wirken.

Die Verantwortung, was in der Politik geschieht liegt jedoch ebenfalls beim Einzelnen, denn entgegen der Vermutung, es gäbe eine übergeordnete Instanz vom Adel, von einer Herrschaftsmacht, die politische Interessen lenken – welche es durchaus gibt, jedoch nicht mit dem Machtpotential, was ihnen angedichtet wird.

Es ist unser Flegma, Verantwortung aus welchen Gründen auch immer auf jemand anderen zu übertragen. Das wir nicht per se “schlechte Menschen” sind, sondern durch Prägung und verstrickter Abhängigkeit zu bestimmten Verhaltensweisen neigen, ist Fromm ein wichtiges Bedürfnis immer im Auge zu behalten. Und genau das macht das Lesen seiner Bücher zu einem interaktiven Erlebnis.

Jedoch – und darin sieht er scheinbar seinen Auftrag – werden wir nicht Herr der Lage, wenn wir uns sachlich mit den tiefsten Beweggründen auseinandersetzen. Uns bewusst zu machen, warum wir so sind, wie wir sind, warum wir Themen zustimmen, mit denen wir nicht einverstanden sind, nur um sie vom Tisch zu haben, warum wir lieber den Splitter im Auge des anderen suchen als das Brett vor dem eigenen Kopf, das wird uns lediglich mit dem Studium des Menschen, seiner Struktur, seinen Neigungen, Abgründen, Hoffnungen und Ängsten bewusst.

Das Kleingedruckte, welches beim schmökern seiner Werke einher geht:”Sie können nicht mehr sagen, sie hätten’s nicht gewusst“.
Ich finde das Klasse, doch schauen wir mal, wie weit Sie sich trauen zu gehen 😉

Ursprünglich wollte ich konkreter auf seine Bücher eingehen, doch übersteigt das dann einem Format von einem “Blogartikel”. Daher lasse ich das jetzt erstmal so stehen.

Auf #Mastodon können wir gerne über eine Fortführung sprechen, denn die Kommentarfunktion habe ich aus vielen Gründen im Blog abgestellt.

Bis im Bälde…

WT.Social, Klarnamenpflicht – Qualität doch nur der Wunsch als Leitgedanke?

Über einen Beitrag aus dem #Fediverse gelangte ich zu dieser Seite. Im Beitrag selbst wurde schon erwähnt, es ginge um eine alternative Plattform für Presse, Journalismus und gepflegten Umgang in Debatten. Soweit konnte ich mich der Sache schnell anfreunden.

Ich bin sicher kein Nörgler, also zumindest empfinde ich mich nicht so. Eher im Gegenteil, ich mag Innovationen und Initiativen, die sich aus der Notwendigkeit heraus ergeben. Und in Zeiten vom endlosen Getöse in “sozialen Netzwerken”, in denen sich inzwischen sogar Chefredakteure namhafter Verlage wie die Axt im Walde mit schlaftrunkenen Gedankengängen vollkommen öffentlich in das Getümmel vom nach Blut & Empörung lechzenden Mob stürzen, wäre eine Plattform, auf der es qualitativ hochwertigen Journalismus gäbe, Debatten idealerweise gewaltfrei ablaufen und Menschen frei von Repressalien ihr Wissen, ihre Meinung kundtun dürfen eine Bereicherung für die Netzwelt. Wobei sich jeder im Klaren sein sollte, welche Verantwortung auch hinter einer Meinung steht!

Die Fragen, was qualitativ hochwertiger Journalismus ist, wie hoch der Anspruch der beteiligten Benutzer zur “Wahrheit” ist und das leidige Thema “Wem kann man noch trauen?” scheitern letztlich doch an den Kleinigkeiten, die – für mich – eine hohe Wirkung haben.

Ich konnte mich noch darauf einlassen, dass ich die Eingangsseite ohne Impressum, ohne Datenschutzerklärung und ohne Nutzungsbedingungen vorfand, da ich wohlwollend auf den Wikipedia-Eintrag verwiesen wurde. Ich dachte mir, “Ok, ist zwar mit der heißen Nadel gestrickt, doch die Idee finde ich gut und ja, wir brauchen da wirklich eine Veränderung!

ScreenShot Wikipedia

Ich registrierte mich mit meinem Klarnamen, im Vertrauen darauf, das dies als benannte Pflicht auch so für jeden Benutzer gilt, der auf dieser Plattform freigeschaltet wird. Dazu gab es einen Regel-Artikel von Jimmy Wales, der nun leider doch nicht mehr existiert.

Auf der Liste der beantragten Benutzeraccounts landete ich auf Platz irgendwo bei 70k. Ok, da kann jetzt wohl eine Weile dauern. Doch nach 24 Stunden wurde ich freigeschaltet. In Gedanken dann “Ok, scheint ja ein effektives Team zu sein“, also sei es drum.

Nun machte ich mich auf, Themenbereiche zu suchen, in welchen dann die Artikel sind, um die es bei dieser Plattform geht und natürlich auch die Überlegung, ob ich selbst auch etwas dazu beitragen werde, da ich selbst in der Netzwelt aktiv bin und mich für Themen wie #PsychKHG, #DSGVO, #Privacy und #Demokratie aktiv bemühe. 

Nun, nach 10 Minuten stieß ich dann auf die Benutzernamen, die lediglich eine Zeichenkette sind und damit brach im gleichen Augenblick meine Vorstellung einer “besseren Welt” zusammen. Also zumindest hier auf WT.Social. Für mich stellt sich nun die Frage, ob die Benutzer doch nur automatisch freigeschaltet werden, demnach auf die *Pflicht keine Prüfung stattfindet, was für mich zwar funktional verständlich ist (70.000 User zu prüfen!) jedoch nicht im Verständnis des Begriffs von Klarnamenpflicht steht, da dieser ja verwendet wurde.

Da ich ehrenamtlich für gemeinnützige Organisationen und Vereine Datenschutzerklärungen formuliere und diese Aufgabe auch mit einem Fragenkatalog, nebst Checkliste über den Umfang von personenbezogener Datenverarbeitung unterstütze, ist mir selbstverständlich vollkommen klar, welcher Aufwand hinter einer Überprüfung von Userdaten steht. Welche Anforderungen an die technische Infrastruktur es erfordert und das jedes Teammitglied, welches in einem Prozess zur Überprüfung mitarbeitet ab einer bestimmten Größe der Community, der Datenmenge und der Anzahl der Mitarbeiter auch noch zertifiziert sein sollte. Dies stellt dann die Frage nach der Finanzierung in den Raum.

Dennoch komme ich nun zu meiner Frage, ob ich hier auf WT.Social weiter aktiv sein werde. Wenn lediglich der Wunsch der Leitgedanke ist, wenn es alleine bei der Menge der Userzahlen um eine vermeintliche Größe geht, statt auf qualitativ verlässliche Benutzer zu setzen, wie soll ich denn dann einen Qualitäts-Bezug zu einem Artikel herstellen, den ein “xxxy zzzt” geschrieben hat und von “rrt gfk” kommentiert bzw redigiert wurde?

Um nicht einfach nur den Finger in eine Wunde zu legen, sondern vielleicht ein paar Ideen da zu lassen, wären folgende Gedankengänge evtl. nützlich:

  • Verabschiedung von “kostenlos!”
  • Lesen kostenfrei, Spendenhinweis
  • Als Nutzer registrieren, gestaffelte Rechte (Redakteur, Lektor, Kommentator, …)
  • Als Nutzer schreiben erfordert Überprüfung des Nutzernamens
  • klar definierte Aussahmeregelungen, die letztlich überpfügbar sein müssen, um Klarnamenpflicht zu umgehen. Diese Nutzer sind dann jedoch gekennzeichnet. [W]histleblower, [G]hostwriter, …
  • Jegliche generierende Nutzeraktivität erfordert einen finanziellen Beitrag, um grundsätzlich die Ernsthaftigkeit hervor zuheben
  • Finanzieller Beitrag könnte beliebig gestaffelt sein: studentisch, Einkommensschwach, Sponsor, etc. von 1,-[Währung]/jährlich bis beliebig. In Zeiten von digitalem Banking sind selbst Centbeträge schnell realisierbar.
  • Teamaufstellung mit Supervision, später auch Schulung und Fortbildung

Diese Liste ist weder abschließend, noch erfüllt sie einen Anspruch auf Machbarkeit oder Umsetzung. Sie soll lediglich Anhaltspunkte für eine Auseinandersetzung – idealerweise ein Brainstorm – liefern, welche sich aus Fehlern anderer Plattformen ergeben haben. Aus Fehlern zu lernen ist ein Bestandteil von Intelligenz. Es muss kein ein Rad neu erfunden werden sondern lediglich Hirnschmalz in die Pfanne, bestehende Plattformen untersuchen und reproduzierbar neue Ideen und Regeln fixieren, zeitnah nachbessern und einem festen Grundsatz folgen.

Letzterer ist ja bereits von Jimmy Wales etabliert.

In diesem Sinne…

“Abwatschen” der politischen Parteilandschaft!

Sodele…

… habe mir den Schritt sehr genau überlegt und bin zum Entschluss gekommen, mich den gesamten etablierten Parteien zu entsagen.
Ich finde mich in keiner Partei wieder.

Die wenigen Parteien, in denen zwar ein Großteil meiner Bedürfnisse angesprochen werden, stehen gleichzeitig für Dinge, wo ich mir mit der Hand an den Kopf fasse. Polarisierend, äußerst extrem und beinahe schon radikale Aussagen, welche nicht mehr Wert sind als das populistische Geschwafel des rechten Randes.

Mehrere Jahre habe ich mir das Treiben angesehen, habe diskutiert, No-Go’s erlebt, Widersprüchlichkeiten, pauschales Aburteilen, Generalisierungen und eine beinahe fast unbedeutende jedoch für mich sehr wichtige Aussage entdeckt: Statt “Erneuern” geht es nur noch um die Rechtfertigung der eigenen Existenz – in Parteien, in Gewerkschaften, in Initiativ-Portalen.

Es tut mir sehr leid, doch diese Heuchelei und Bigotterie mache ich nicht mehr mit.

Da ich derzeit massenhaft Menschen kennenlerne – also wirklich an jeder Ecke – denen es genauso geht wird sich mein Fokus auf die Eigeninitiative verlagern.

Es wird zwar schwer werden, all diese Menschen unter einen Hut zu bekommen.
Doch wenn man die Themenpalette nicht auf die “ganze Welt retten” ausweitet und thematisch nicht auf “Eierlegende Wollmilchsäue” setzt, sondern um einzelne, klare Ziele, um das Erkennen von Symptomen und den verursachenden Grundproblemen, ebenso auf die vom Bund zur Verfügung stehenden Fördermittel, solche Veranstaltungen zu fördern, wird es vielleicht endlich mal in die Richtung gehen, das gesellschaftliche Probleme gelöst werden, statt langatmig und Ergebnislos permanent nur über diese zu reden..

Auf Facebook (obwohl ich diese Plattform sowieso kaum noch nutze) habe ich nun in meiner Timeline *alle* Parteien “de-aboniert”. Es ist mir egal geworden, was dort schwadroniert wird, denn die Ergebnisse sind nahezu gegen Null oder gar schlimmer.

Im Gegenzug bemerke ich in der Bevölkerung immer mehr Interesse an Eigeninitiative.
Und DAS finde ich klasse!
Es ist eine Art Aufbruchstimmung die echte Hoffnung auf Verbesserung freisetzt.

Vielleicht werden all die “abgestraften” etablierten Parteien ja irgendwann mal wach, dass es verdammt nochmal nicht um Ego-Schmeicheleien und Postengeschacher geht, sondern um Verantwortung.

Seit den 60ern ging es thematisch um “Eine Stunde vor Zwölf“.. daraus wurde “Fünf vor Zwölf“. Heute haben wir “Fünf nach Zwölf” und die politische Suppe hat sich nicht wirklich verändert:

  • HANDFESTE Klimaprobleme
  • Ende der fossilen Rohstoffe
  • Ende der expansiven Marktwirtschaft
  • Ende der Konsumherrschaft
  • psychische Symptome in der gesamten Bevölkerung
  • Gewaltbereitschaft
  • Benachteiligung von ökonomisch Schwachen
  • zerfetzten des Sozialsystems und der Pflege
  • (gesellschafts-)politischer Verdruss
  • Dekadenz & Arroganz
  • Randgruppenjagd
  • Korruption
  • Vetternwirtschaft
  • Politische Paranoia
    verpackt als “Drohende Gefahr” bzw. Terrorabwehr
  • Versicherungsvertretern gleich Argumentationen
    rund um das “Sicherheitsgefühl”
  • Deutungshoheiten

… und so weiter und sofort sind das konkrete Ergebnis der letzten 50 Jahre Geschwafel!


Die Einwände, das die Änderungen über die Parlamente und das eben über die Parteien stattfindet verstehe ich und ist ebenso ein Kritikpunkt, der auf meiner Liste durchaus fehlt.

Gesetzesnovellen werden professionell organisiert (ganz vorne CDU!) und quasi mit 300-500 Anträgen pro Monat auf die Entscheidergremien gebombt. Diese rückgängig zu machen geht über jahrelange Instanzgerichtsvorgänge, also ein absurdes Unterfangen!

Das Argument mit dem “größten gemeinsamen Nenner” zu nehmen ist leider nicht mehr tragbar, da die Informationen auf den Parolen basieren teilweise emotional, teilweise veraltet und teilweise populistisch aufgebauscht und damit realitätsentfremdet sind.

Ebenso ist die Polarisierung bei Themen, die auch nur den Hauch eines “Andersdenken” beinhalten sehr extrem.


Ich erwähne mal ein populäres Thema “Impfungen”

Jegliche inhaltliche Kritik und Skepsis wird als “Impfgegner” zu Boden geschrien und hinterlässt eine pharmaverherrlichende, verblendete Gefolgschaft. Mit solchen Leuten kann ich nicht reden.

Die Thematik der “Spiritualität” geht mit gekrächtze von Religionsdebatten, Atheismus, vermischt mit alternativer Medizin (also Heilkraut & Co.) ins absurde mit Totschlagargumentation “Homeophathie gegen Krebs”.

Es erinnert mich viel an die Veggi vs. Fleischfresser-Debatten vor 5 Jahren, in Schwarz-Weiss-Denkmanier, wo es nicht um die Sache sondern um die Diffamierung geht.

Die Debattenkultur ist in “Bätschi – auf die Fresse” entartet, die Rechten feiern ihre “Fuck auf political Correctness” und der Rest springt genau über dieses Stöckchen und meint tatsächlich entsprechend krass gegenhalten zu müssen.

Die Anfragen, die ich in den letzten Monaten in Gesprächen von:
Piraten, Grünen, SPD, CDU in meiner Stadt geführt habe, ob eine bessere mediale “Werbung”, extremes Guerilla-Marketing tatsächlich die Menschen hinter dem Ofen vorlocken könnte, oder ob das Problem der fehlenden Beteiligung vielleicht doch woanders liegt, das die Menschen sich nicht mehr vertreten fühlen wurde sehr fantasievoll beantwortet.

Ich stelle leider eine immer größere Kluft zwischen dem “einfachen” Menschen und den Vertretern der Parlamente fest.

Die Mitgliederzahlen gehen bei ALLEN zurück. Es stellt sich die Frage wer will was von wem?
Die Parteien wollen von der Bevölkerung Mitglieder.
Die Bevölkerung wünscht sich zeitnahe Umsetzung realistischer Problemstellungen und mehr Mitspracherecht.


Warum ist das so schwierig zu realisieren?

Ich will nicht unfair sein!

Ich finde einzelne Aktionen schon recht klasse. Beispielsweise was die Piraten in Witten in Sachen Tierschutz erreicht haben, zb. Steuerfreiheit für Tiere, die aus dem Tierheim von Privat aufgenommen wurden oder die Kastrationsempfehlung für Freigänger-Katzen.

Wie gesagt, es soll keine Schelte auf breiter Fläche sein. Es reicht nur bald nicht mehr, um mit einem guten Gewissen sein Kreuz bei der nächsten Wahl irgendwo zu machen.

Und da es keine Untergrenze gibt, ab welche Stimmenmenge eine Wahl nicht mehr gültig ist, ebenso, das Parteien wie CDU und SPD auf stumpfe Stammwähler zurückgreifen können, macht das demokratisch gedachte Wahlrecht ebenfalls zu einem Kirmesspektakel.

Was wirklich fehlt ist ein kontinuierliches Abholen der Bevölkerung zur gesellschaftspolitischen Debatte. Erlernen von gewaltfreier Kommunikation, Veranstaltungen, die Spaß machen wenn es um das Lauschen in das Volk hinein geht.
Das Desinteresse der Wahlberechtigten MUSS erforscht werden und entsprechend präventiv begegnet werden. Es genügt nicht zu sagen, das sie selbst drann schuld seien.

Es hat eine historische Begründung, warum gerade in Deutschland das politische Interesse eher minimal ist.

Das hat mit einem “Schuldgefühl” der Deutschen an dem Desaster des WK2 zu tun, an der Art und Weise des Wirtschaftsbooms, des Konsumzwangs und der Schmierblätter, die dem einfachen “Otto N.” die Lust am demonstrieren verderben, und ganz vieles mehr.

Die aller häufigste Aussage ist “Ich kann mit meiner Stimme nichts bewirken, die machen doch eh, was sie wollen!”

Man muss sich schon die Mühe machen, dieser Aussage wirklich auf den Grund zu gehen.

Ansonsten sucht sich (bewiesenermaßen) der Frust über echt üble gewaltbereite Strukturen seinen Weg und zerstört alles, was wir als Demokratie jemals zustande gebracht haben.

#Psychiatriegesetz #PAG & more!

& more!

Seit Jahrzehnten wird die Gesellschaft gegeiselt und es scheint, als wäre die Spitze noch lange nicht erreicht.

2003, kurz bevor sich die Sozialhilfeempfänger erfolgreich wehren konnten, um in zumutbaren Verhältnissen zu leben, um aus der Unterstützung herauszukommen: ZACK! #Hartz4 -> Nackig machen von Betroffenen und deren Angehörigen.

Seit dem hat jeder Bürger Angst davor, in dieses verklettete System zu gelangen und geht lieber für “‘nen Appel und ‘nem Ei” arbeiten. Gerät trotzdem in die Mühlen. Aufstocken, Kredite nicht mehr bezahlen können, Lebensstandard wird gekürzt, das wenige was bleibt muss offen gelegt werden, Reserven sind aufgebraucht.

Parallel wird es der Gesellschaft unmöglich gemacht sich zu wehren, denn auf eine Demonstration zu gehen ist heutzutage reines “russisch Roulette”. Friedfertige Demonstrationen werden unterwandert und zur Eskalation gebracht, wogegen gewaltbereite Nazis in Europa auf Demos machen können, was sie wollen.

Polizeigesetze werden verschärft, statt #Datenschutz & #Privacy gibts anlasslose Bespitzelung auf allen Ebenen. Demonstrationsrecht wird mit permanenter Videoüberwachung ausgehöhlt und jeder Teilnehmer identifiziert, katalogisiert und als Störer gebrandmarkt.

Unbescholtene Bürger werden permanent in #Stigmatisierungen gehalten und mit #Konsum zugeballert, damit sie nicht anfangen sich zu wehren und sich lieber das Selbstdenken abgewöhnen. Alkohol, Fußball, SUVs, tolle neue Flachbildschirme, permanent neue Smartphones…

Die #Skrupellosesten bekommen eine eigene Fernsehshow, um zu zeigen wie geil es ist, mit Geld um sich zu werfen und wie geil geschmackloseste Verschwendung ist.

Es werden die Hilfsbedürftigen untereinander ausgespielt. Dem noch funktionierenden Teil wird eingetrichtert, die Bedürftigen seien Schuld daran, dass es im Staat kein Geld gibt, dabei werden Milliarden über Steuerschlupflöcher aus dem System geschafft.

Diese Leute werden auch noch zum Sektempfang geladen und dürfen vor laufenden Kameras ihre weiße Weste lügenstrafendfrei präsentieren. Nach dem Motto: Ihr seid alles nur blöde Amateure!

Rentner werden besteuert, obwohl dieses Geld bereits ein bereits versteuerter Rest ist!

Die braven, eingeschüchterten Schäfchen des Systems akkern für einen Hungerlohn bis zum BurnOut.

Überforderte junge Eltern produzieren seit Kriegsende kaputte Kinder, die von allen guten Geistern verlassen durch ihr Leben irren, versuchen sich anzupassen und in dieses immer menschenunwürdigere System zu installieren.

Die Volkspsychiatrie doktert an Symptomen herum, schickt die Menschen quasi unbehandelt und unter Pillen wieder arbeiten. Gute Therapien nur mit Wartezeit, möglicherweise Jobverlust oder für die “oberen 10k”. Nur wer es sich leisten kann.

Am Ende solcher Existenzen stehen Depressionen, Substanzsüchte, Zusammenbruch und bei 100.000 pro Jahr der Versuch sich das Leben zu nehmen, weil der Leidensdruck die Schwelle des zumutbaren überschritten hat!

Aber hey, wir haben noch Söder, der einem selbst dann noch den Rest zur Hölle macht. Unter dem Deckmantel der Terrorabwehr und der inneren Sicherheit werden alle, die an diesem täglichen Wahnsinn leiden zu Kriminellen abgestempelt. Zumindest hat die das so vor!

Wirklich echte, ehrliche und faire Politik wäre, die immer lauter werdenden Stimmen zu immer sichtbarer werdenden Probleme anzugehen, zu lösen und eine starke Gemeinschaft zu produzieren. Ein Volk was sich ernst genommen fühlt und identifizieren kann mit dem was es hat. Stattdessen wird die Gesellschaft immer weiter gespalten und bald jedes Menschenrecht stigmatisiert und sanktioniert.

Es werden oben&unten&links&rechts ihrer Sinnhaftigkeit enthoben, Leute gegeneinander aufgehetzt, Blut und Wahnsinn in den Nachrichten verfolgen dich auf Schritt und Tritt, in der U-Bahn, im Auto, zu Fuß, zu Hause, auf der Arbeit.. denn gut informiert zu sein ist ist in diesen Tagen eine logische Konsequenz.

Doch dort werden kaum gute Nachrichten gezeigt. Schmierblätter lechzen offen nach mehr Krieg, Feindbilder.. nur noch Feindbilder..
Das Paradoxon wird zum Grotesken. Die Gesellschaft wird in die Irre geführt, damit sie sich nicht mehr positionieren kann.

Wer angesichts dieses Wahnsinns nicht depressiv wird, um den mache ich mir Sorgen.

Wir müssen reden! Über KI und den Begleiterscheinungen.

Vorweg, ich programmiere, bin Technik und Elektronik gegenüber sehr aufgeschlossen, habe ein Jahrzehnt in der Erwachsenenbildung Linux unterrichtet, finde die Möglichkeiten mit KI enorm spannend und interessant, entwickle meine eigenen IoT-Geräte mit Einplatinencomputern – also niemand, der das Thema verteufeln will.
Das sollte der Leser vorher wissen!

Im Grunde soll mein Beitrag dazu auffordern, dass sich mehr Menschen für die Entscheidungen interessieren, welche über die Ministerien unserer Bundesregierung getroffen werden. Diesbezüglich geht es um die Datensammelwut, Ausspähsoftware (Hessentrojaner), die Forderung an die Hersteller von Geräten aus IoT, Router, Drohnen, Alarm-/Überwachungssystemen, etc. Backdoors bereit zu stellen. Sollte dieser Forderung nicht nachzukommen sein, weil Gesetze dies verhindern oder Hersteller sich aus anderen Gründen verweigern, haben sich entsprechende Organe unserer Ministerien in den Kopf gesetzt, sich selbst darum zu kümmern und Offensiv-Software (z.B. Tools, ZeroDayExploits) einzukaufen.

Grundsätzlich ist dieser Wunsch absolut nachvollziehbar, denn das Spiel “Police and Thievs” ist so alt, wie es die Regeln der inneren Ordnung gibt. Diese Ordnung zu bewahren ist der leitende Grundgedanke und dreht sich im Kern um den Schutz dieser Regeln gegenüber jenen, die sie umgehen wollen.
Sich nicht erwischen lassen” –  heroisch stehen da zum Beispiel der “Perfekte Bankraub” und so weiter.
Doch mit dem Betreten der ITK, dessen Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren kann man schnell den Überblick verlieren und ich befürchte, dass dies derzeit der Fall ist.

Meine Sorge basiert darauf, dass die Anstrengungen, juristisch und praktisch Zugriff auf jegliche Geräte zu erlangen, die Sicherheitsstufe im Endeffekt herabsetzt. Statt den allgemeinen Sicherheitsstandard zu heben, die Bevölkerung den Umgang mit vernetzter Technik vertraut zu machen, ihr zu helfen Verantwortung für ihre Geräte zu übernehmen wird alles dafür getan, die gesamte Digitalisierung nach wie vor zu einer Blackbox zu verschleiern. “Ein Ding, was das tut, was auf der Verpackung steht – mehr müssen Sie nicht wissen! Denn um den Rest kümmern wir uns”

Worum geht es

Nun komme ich zum eigentlichen Thema, den Missbrauch von KI, Machine-Learning, Bots und Botnets. Ende 2017 haben Robotik- und KI-Unternehmer – u.a. Elon Musk und der britische Astrophysiker Stephen Hawking – die Vereinten Nationen aufgefordert, autonome Killerroboter zu verbieten und davor gewarnt, dass die digitalen Waffen gegen Zivilisten eingesetzt werden können.

Elon Musk ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Investor. Bekannt ist er durch seine Teilhabe an der Gründung des Online-Bezahlsystems PayPal und seine Erfolge mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und dem Elektroautohersteller Tesla Motors – also durchaus ein ernst zunehmender Gesprächspartner, wenn es um Möglichkeiten und auch Gefahren zu KI geht.

Mehr als zwei Dutzend Experten berichten darüber, das und wie künstliche Intelligenz missbraucht werden kann, von Diktatoren, Kriminellen und Terroristen. Diese Technologie kann eingesetzt werden zur Manipulation von Wahlen, bewaffnete Drohnen für Terroranschläge, die rasante Weiterentwicklung von Phishing und Malware zur gezielteren Profilsuche im Personenraster. In einer 100-seitigen Analyse schilderten sie das zu erwartende Wachstum der sogenannten Cyberkriminalität und den Einsatz von “Bots” (automatisierten vernetzten Skripte bzw. Kleinstprogramme), die in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht nur die Berichterstattung von Nachrichten stören werden, sondern auch generell in die sozialen Medien eindringen und sich dort neben der erweiterten Profilevaluierung auch in die Meinungsbildung einmischen.

Unser Bericht konzentriert sich auf Möglichkeiten, wie Menschen mit künstlicher Intelligenz vorsätzlichen Schaden anrichten können“, meint Sean O’HEeigaigh, Executive Director des Cambridge Centre for Study Existential Risk.
AI kann neue Bedrohungen darstellen oder die Art bestehender Bedrohungen über die Cyber-, physische und politische Sicherheit hinweg verändern“.

Die derzeit gängige Praxis, beispielsweise “Phishing” – also das Versenden von E-Mails, die mit Malware versehen sind oder darauf ausgelegt sind, wertvolle persönliche Daten zu evaluieren – könnte weitaus gefährlicher werden.

Gegenwärtig sind Phishing-Versuche entweder

  • generisch, aber transparent – wie z.B. Betrüger, die Bankdaten verlangen, um unauthorisiert Kontobewegungen durchzuführen, oder
  • personalisiert, aber arbeitsintensives Erlangen von persönlichen Daten, um das Vertrauen von jemandem zu gewinnen, bekannt als Spear-Phishing.

O’HEeigaigh:”Durch die Verwendung von AI könnte es möglich werden, Spear-Phishing in großem Maßstab zu betreiben, indem ein Großteil des Prozesses automatisiert wird“.

Um es nochmal in Erinnerung zu rufen: mir geht es nicht darum, KI zu verteufeln, sondern dass die bisherigen Pläne der Bundesregierung (nicht nur in Deutschland) verhindern bzw. es gar nicht vorsehen, dass sich Medienkompetenz in der Bildung durchsetzt und das technische Verständnis der Bevölkerung an den aktuellen Stand der Möglichkeiten angeglichen wird.
Die Debatte bei Datenschutz “Ich hab doch nichts zu verbergen” zeigt sehr deutlich, dass der Großteil derer, welche vernetzte Kommunikation alltäglich nutzt, naiv und vollkommen unzureichend mit dem Thema vertraut ist!

Manipulation der öffentlichen Meinung

In der politischen Sphäre können skrupellose oder autokratische Führer bereits fortschrittliche Technologie einsetzen, um Berge von Daten aus omnipräsenten Überwachungsnetzen zu durchsuchen, um ihre eigenen Leute auszuspionieren.
“Diktatoren könnten schneller Menschen identifizieren, die ein Regime untergraben wollen, sie lokalisieren und ins Gefängnis stecken, bevor sie handeln”, warnte auch bereits Edward Snowden.

Ebenso sind gezielte populistische Propaganda zusammen mit billigen, jedoch höchst glaubwürdig gefälschten Videos und Fotos zu mächtigen Werkzeugen geworden, um die öffentliche Meinung “in vorher unvorstellbaren Maßstäben” zu manipulieren, berichten wiederholt einschlägige Nachrichtenargenturen und Organisationen.

Eine Anklage, die 2017 vom US-Sonderermittler Robert Mueller überreicht wurde, enthielt eine umfangreiche Operation, um die soziale Spaltung in den Vereinigten Staaten zu säen und die Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen, in denen sogenannte “Trollfarmen” Tausende von Social Network-Bots Twitter manipulierten.

Eine weitere Gefahrenzone am Horizont ist die Verbreitung von Drohnen und Robotern, die für den Absturz von autonomen Fahrzeugen, die Lieferung von Waffen oder deren Bestandteilen oder die Bedrohung kritischer Infrastrukturen für Lösegeldzwecke eingesetzt werden könnten.

Technischer Fortschritt bei Terroranschlägen

Ich persönlich bin besonders besorgt darüber, dass autonome Drohnen für Terror und automatisierte Cyberattacken sowohl von Kriminellen als auch von staatlichen Gruppen verwendet werden“, sagte Co-Autor Miles Brundage, Forscher am Future of Humanity Institute der Universität Oxford.

Der Bericht gibt ein plausibles Szenario vor, in dem ein mit einer Bombe ausgerüsteter Büroreinigungs-SweepBot das deutsche Finanzministerium infiltriert, indem er sich mit anderen Maschinen derselben Marke vermischt. Der eindringende Roboter verhält sich normal – fegen, säubern, Müll entsorgen – bis seine versteckte Gesichtserkennungssoftware den Minister entdeckt und einsperrt.

Ein versteckter Sprengsatz wurde durch Nähe ausgelöst, tötete den Minister und verwundete Mitarbeiter in der Nähe“, heißt es in der Science-Fiction-Storyline.

Dieser Bericht hat sich vorgestellt, wie die Welt in den nächsten fünf bis zehn Jahren aussehen könnte“, sagte O’HEeigaigh. “Wir leben in einer Welt voller alltäglicher Gefahren durch den Missbrauch von KI, und wir müssen uns der Probleme annehmen.

Letztlich fordern die Autoren der Berichte politische Entscheidungsträger und Unternehmen dazu auf, Roboter-Betriebssoftware zunächst unbrauchbar bzw. nicht nutzbar zu machen, bestimmten Forschungsbereichen massive Sicherheitsbeschränkungen aufzuerlegen und erwägen, Gesetze und Vorschriften zur KI-Entwicklung auszuweiten, bevor die Weiterentwicklung fortgeführt wird.

Riesige HighTech-Unternehmen, vorallem die Führenden in der KI “sollten viele Anreize bekommen, um sicherzustellen, dass KI sicher und vorteilhaft ist“, heißt es in dem Berichten.

Autonome Waffen

Ein weiterer Bereich, der Anlass zur Sorge gibt, ist der erweiterte Einsatz von automatisierten tödlichen Waffen.
Letztes Jahr haben mehr als 100 Robotik- und KI-Unternehmer – darunter Tesla- und SpaceX-CEO Elon Musk sowie der britische Astrophysiker Stephen Hawking – die Vereinten Nationen aufgefordert, autonome Killerroboter zu verbieten und davor zu warnen, dass diese Waffen von unauthorisierten Personen z.B. von Terroristen benutzt werden könnten um Zivilisten zu bedrohen, zu schaden oder auch erpresserisch Nationen unter Druck setzen können. Und final ist es heute schon möglich, Bekennerhinweise zu den Taten so zu manipulieren, dass die ursprünglichen Täter gar nicht erkannt werden.

Lethal Autonomous Weapons, also autonome tödliche Waffensysteme drohen, die dritte Revolution in der Kriegsführung zu werden” – nach der Erfindung von Maschinengewehren und der Atombombe, warnte in einer gemeinsamen Erklärung, die auch von Google-DeepMind Mitbegründer Mustafa Suleyman unterzeichnet wurde.

Finale Aussage

Wir müssen handeln. Sobald diese Büchse der Pandora geöffnet ist, wird es schwer sein sie wieder zu schließen.
Zu den Teilnehmern des neuen Berichts mit dem Titel “Der böswillige Einsatz von künstlicher Intelligenz: Vorhersage, Prävention und Milderung” gehören auch Experten der Electronic Frontier Foundation, des Zentrums für eine neue amerikanische Sicherheit und OpenAI, einer führenden gemeinnützigen Forschungseinrichtung Unternehmen.
“Ob AI alles in allem ist, hilfreich oder schädlich auf lange Sicht ist, ist größtenteils ein Produkt dessen, was Menschen tun, nicht die Technologie selbst”, sagte Brundage.

Diese Auseinandersetzung ist jedoch nur möglich, wenn sich das Interesse zu diesem Thema erweitert und die Bevölkerungen der Nationen sich bewusst werden, das selbst das Smartphone ein Teil dieser Technologie darstellt.

Beginnen Sie mit einem gesunden Verständnis ihres Verhaltens im (Ä)Ether. Seien Sie kritisch bei E-Mails. Ausgewogen, nicht paranoid. Besuchen Sie eine CryptoParty und erlernen Sie die Mindestvoraussetzungen für digitale Selbstverteidigung. Gehen Sie kritischer mit den Produktversprechen bei technischen Geräten um, behaupten Sie niemals wieder “Sie hätten nichts zu verbergen!”
Beteiligen Sie sich an den öffentlichen Diskussionen zum Beispiel um den Hessentrojaner und fordern Sie die Bundesregierung auf, auf den Einsatz solcher Software zu verzichten und drängen Sie zur Anhebung der Sicherheitsstandards, fordern Sie Medienkompetenz an Schulen und vielleicht fördern Sie via Spenden die eine oder andere Organisation oder Verein, die sich damit beschäftigt, wie zum Beispiel CCC, DigitalCourage, EFF, Freifunk.

Bleiben Sie aktiv und überlassen Sie diese Diskussion nicht jenen, die lösungsverliebt flächendeckende und anlasslose Vollüberwachung für Terrorlösung und Sicherheit halten.

LG

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